• Menü
  • Nachrichten
  • Veranstaltungen
  • Nachrichten & Veranstaltungen
  • Seite

Leitgedanken

Hier sind alle Leitgedanken aus den Pfarrbriefen seit Oktober 2002 zu finden:

Absprung

Skispringer

Schon lange fasziniert mich der Absprung eines Skispringers. Er ist eine der wichtigsten Phasen des Schanzensprunges.

Bei hoher Geschwindigkeit und maximaler Anspannung des ganzen Körpers versucht der Sportler, zum optimalen Zeitpunkt in die beste Flugposition zu gelangen. Ein Top-Sprung mit Rekordweite setzt einen guten Absprung voraus.

Das Jahr 2021 liegt vor uns. Wir sind im Anlauf und nähern uns dem Schanzentisch; der Blick nach unten zeigt: verdammt hoch!

Es ist zu spät zum Hadern und Zögern, zu spät für lange Diskussionen und endlose Abwägungen.

Jetzt kommt es drauf an: der Absprung. Den richtigen Moment nicht verpassen, das Tempo optimieren, die Anspannung wollen, Mut beweisen. Der Blick ist nach vorne gerichtet; die Zielgerade fest anvisiert. Das jahrelange Training zahlt sich aus. Der Trainer weiß, zu welchen großartigen Sprüngen sein Schützling in der Lage ist.

Ich wünsche uns allen Mut, den Sprung in das neue Jahr zu wagen. Es wird uns kalte Luft um die Ohren wehen, wir werden Gegenwind zu spüren bekommen. Doch wer einmal Anlauf genommen hat, der muss nach vorne schauen. In unseren Gemeinden heißt es nun, die Herausforderungen anzunehmen und die zukunftsweisenden Veränderungen anzupacken. Nicht jeder Sprung kann ein neuer Rekord sein, aber mit Gottvertrauen schaffen wir TOP-Sprünge.

Gottes Segen für das Jahr 2021!

Für die Gemeindeleitung: Gerlinde Lohmann

Fragen + Antworten

Kind im Karnevalskostüm

Was? Wann? Wie? Wo? Mit wem?
Jede Menge Fragen.
Unsicherheit heißt der Weg in diesen Tagen.
Das muss man aushalten.
Das ist verteufelt schwer.

Etwas gegen die Fragen stellen.
Das wäre gut.
Geduld aufbringen,
solange es eben geht.
Sicherheit vermitteln,
nicht nur zum Schein.
Liebenswürdigkeit verschenken.
Gefühle zulassen,
wohl nicht auf Kosten anderer.
Ordnungen einhalten,
der Verlässlichkeit wegen.
Gleichmut versuchen
gegen den Verdruss.
Nerven beruhigen
durch kleine Aufmerksamkeiten.
Schokolade teilen
und gemeinsam essen.
Schönheit aufstöbern
und sich daran freuen.
Karnevalslieder singen, in der Familie.
Sich verkleiden, des Spasses wegen.
Auf die Liebe anstoßen,
nicht nur am Valentinstag.
Mensch sein lassen
und Mitmensch sein.
Barmherzigkeit über alles stellen.
Das sind Antworten.
Sie sind göttlich gut.

Für die Gemeindeleitung:Josef Voß

AMEN – DER GRÜNE HAKEN

Wenn ich im Internet eine neue Seite anklicke, muss ich erst die „Cookies” bestätigen. Wenn ich in der Bank beraten worden bin, muss ich unterschreiben, dass ich mit allem einverstanden war.

Jemand schaut auf sein Smartphone

Wenn ich bei einer Bestellung meine Adresse eingebe, unterstreicht ein grünes Häkchen deren Richtigkeit. Grüner Haken, Unterschrift, ein „ok” – all das sagt: so ist es, ich bin einverstanden, alles klar.

Diese Bestätigung setze ich mit dem „Amen” unter jedes Gebet.

In den Gottesdiensten zu Corona-Zeiten ist das fast die einzige Möglichkeit der Beteiligung: „Amen” – das gemeinsame und eigentlich doch vor allem mein eigenes „Ja” zu dem Gesagten.

Wir setzen unseren grünen Haken unter das Gebet – so soll es sein, Gott.

Für die Gemeindeleitung:
Angelo Scholly

Wer wälzt uns den Stein weg?

Da sind sie, drei Frauen.
In aller Herrgottsfrühe.
Unterwegs zum Grab.
Miteinander redend, schweigend und trauernd.

weinende Frau

Unterwegs, um ein letztes Zeichen der Verbundenheit zu erweisen, das sie nötiger haben als der Verstorbene.
Gefangen in ihrer Trauer, erdrückt von der Frage:
„Wer wälzt uns den Stein weg?“
Der ist groß, unverrückbar, fest, Die eigene Kraft reicht nicht, selbst zu dritt nicht.

„Wer wälzt uns den Stein weg“
Den Stein der Perspektivlosigkeit, den Stein der Angst, Trauer und Zweifel?
Große und kleine Steine vor den Menschen, zwischen den Menschen.
Steine zwischen Tod und Leben.

Da stehen sie, die drei Frauen vor dem offenen Grab Sprachlos suchend, fassungslos staunend vor dem Stein, der weggewälzt ist.

Manchmal staune ich, wenn schwere Steine ins Rollen kommen.

Ostern – heißt:
die Steine von Gott in Bewegung setzen lassen,

mag es nur für einen Spalt sein –
damit das Licht hindurchleuchten kann.

Ich wünsche Euch und Ihnen allen ein gesegnetes und frohmachendes Osterfest.

Für die Gemeindeleitung:
Tetyana Lutsyk