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Leitgedanken

Hier sind alle Leitgedanken aus den Pfarrbriefen seit Oktober 2002 zu finden:

Das Jahr der Bibel

Suchen. Und Finden.
2003. Das Jahr der Bibel

Ein Projekt. Ein ganzes Jahr mit der Bibel.
"Suchen. Und finden." 
Ein verheißungsvolles Motto.

Viele in unserer Gesellschaft sind auf der Suche. Suche nach Wegen aus der sozialen Krise. Suche nach Arbeit und Sicherheit. Suche nach Partnerschaft und Fürsorge. Suche nach Zukunft und Besserung der Verhältnisse. Suche nach Zerstreuung, nach Abwechslung.

Wir Menschen suchen  auch noch nach anderem. Es genügt uns nicht, wenn wir nur über unser  Aussehen, unsere Bildung oder Leistung bestimmt werden. Wir suchen nach  Antworten auf Fragen nach unserer Herkunft und unserem Ziel und unserem Sinn.

Die Bibel versucht Antworten zu geben. Sie macht Mut zum Leben. Sie vermittelt Hoffnung und Orientierung. Darum ist uns die Bibel so wichtig. Sie ist Gottes Buch für uns Menschen. Vom Besten das Beste.

Deshalb werden auch in unseren Gemeinden - sehr oft in ökumenischer Zusammenarbeit - über das Jahr 2003 verteilt viele Ereignisse und Angebote die Bibel bewusst in den Vordergrund stellen.

Ich hoffe: Sie sind dabei, wenn wir "Suchen. Und finden."

Ihr Pastor Josef Voß

Leitgedanke Februar 2003:

Kleiner Mann - ganz groß!

Stell die Großen bloß,
die durch ihre ernsten Sachen
alles eher schwerer machen.
Kleiner Narr - ganz wichtig.

 

Kleiner Mann und Clown und Jeck!

Lass dich sehen an jeder Eck`.
Such die Ernsten und Gescheiten,
hilf uns, Freude zu verbreiten.
Narr und Clown und Jeck - ganz wichtig.

Clown

Kleiner Clown - ganz lustig!

Wir sind viel zu frustig
in Geschäft und Gehabe,  brauchen darum deine Gabe. 
Kleiner Clown - ganz wichtig.

 

Kleiner Jeck - ganz still!

 Löse die, die laut und schrill
 sich betäuben und benebeln,
 von ihren eigenen Lebens-Knebeln. 
 Kleiner Jeck - ganz wichtig.

 

Ihr Pastor  Josef  Voß    

Was Gott will...

das müssen wir herausfinden, wenn uns an Gott liegt.

Was Gott will,
das geht nicht immer mit unseren Plänen einher.

Was Gott will,
das sagt er uns über die Texte des Ersten und Zweiten Bundes.

Was Gott will,
das führt uns manchmal hart an die Grenze unserer Möglichkeiten.

Was Gott will,
das können wir zu unserem eigenen Anliegen machen.

Was Gott will,
das müssen wir nicht einfach schlucken.

Was Gott will,
das soll immer zu unserem Besten sein.

Was Gott will,
das erschließt sich selten sofort.

Was Gott will,
das reicht weiter als der Tod.

 

Was Gott will...
das wollen wir in der Fastenzeit herausfinden, weil uns an Gott liegt.
Darum fragen wir vor allem an den Sonntagen nach dem ausgesprochenen Willen Gottes.
Und danach, was Gottes Wille schon in unserem Leben bewirkt hat.

Fragen Sie mit uns!
                                          Ihr Pastor  Josef  Voß

Tiefgefroren

Um die Obstblüte vor dem Erfrieren zu bewahren, wird sie künstlich vereist, bis das Wetter sicher ist und sich die Vereisung löst. Dann entfaltet sich die Blüte vollends. 

Manchmal denke ich: 
Mit dem Osterglauben der
Christen ist es ebenso.
Er ist tiefgefroren, bis bessere
Zeiten kommen. 

Tiefgefroren hat er keine 
Möglichkeit, sich zu entfalten
und Früchte zu tragen.

Tiefgefroren und gut
weggelegt, wird er
irgendwann nicht einmal 
mehr bemerkt.

Aus den Augen - aus dem Sinn. Aus dem Kopf - aus dem Herzen.
Wozu kann dieser Glaube dann noch dienen? 

Taut den tiefgekühlten Osterglauben auf!
Lasst uns dem Osterglauben ein Hoch ansagen!
Im Nachspüren des Leidens und der Auferstehung Jesu, im Anhören der alten Texte über Sterben und Leben des Menschen vergewissern wir uns: Gott rettet.
Jesus Christus - nur ein Anfang.
Gott bleibt auch mächtig über unserem Tod. Gott taut die Todeskälte auf, damit unser Leben groß wird und sich vollends zur Blüte entfalten kann. 

Ihr Pastor
Josef Voß

Ihr sollt ein Segen sein!!!

Das Motto des ökumenischen Kirchentags in Berlin ist keine Frage, nicht einmal eine Feststellung. 
Wohl ein Appell, ein Auftrag:
Ihr soll ein Segen sein!!!
Darum:

Legt Geistesfrische in euer aalglattes Gesicht.
Kommt aus eurem Schneckenhaus in die Gemeinschaft.
Lasst niemanden Verachtung spüren. 
Legt Freundlichkeit in eure Hilfeleistung.
Kümmert euch um Gottes Sorgenkinder.
Lasst Freude aus euren Augen blitzen.
Bleibt nicht oberflächlich, wendet euch wesentlichen Dingen zu.
Liebt den gefährdeten und gestrauchelten Menschen.
Lebt immer so, dass ihr anderen abgebt.
Gebt Vorurteilen keinen Raum, damit sie euch nicht hindern.
Wollt nicht mehr, als ihr könnt; aber tut, was not-wendend ist.
Lasst euch von Gott zu neuen Aufbrüchen hinreißen.
Natürlich brauchen wir für all dies keinen Heiligenschein.

Und die cool-distanzierte Haltung, mit der man heute 'ankommt', verrät nichts von der wichtigen Leidenschaft für das Leben.
Die aber ist wesentlich, wenn wir ein Segen sein sollen.

Ihr Pastor
Josef  Voß

Leitgedanke Juni 2003

Salz in die Suppe !

Christen mischen sich ein, mischen sich unter.
Christen reichern an mit Geschmack und Würze.
Christen bekommen dieser Welt gut.
Christen schmecken.

Sinn der Wörter!

Christen haben viel zu sagen.
Christen sind ansprechbar und ansprechend.
Christen sind nicht leer. Sie bringen Inhalte ein.
Christen sagen etwas aus.

Tiefe in das Leben!

Christen bleiben nicht an der Oberfläche.
Christen sind Tiefbohrer mit viel Gefühl.
Christen loten das Leben aus.
Christen bleiben an der Basis.

50 Tage lang

dauert der Osterweg bis Pfingsten.

50 junge Menschen groß

ist der Entscheidungsweg bis zur Firmung.

50 neue Mutmacher stark

bleibt die Hoffnung für unsere Gemeinden.

Wir dürfen gespannt sein, wie die jungen Christen uns schmecken, was sie uns zu sagen haben, wie sie ihr Leben einbringen. Wir sind erwartungsfroh, was der Geist Gottes heute bei uns bewegen will.

Ihr Pastor
Josef Voß

Feste - Feiern - Parties

Der Sommer lockt zum Fest.
In den sonnigen Wochen, die wir erleben, ist schon mancher Grill heiß gelaufen und manches kühle Getränk hat den Durst gelöscht. Aber das alles war nur ein Vorspiel.
Denn der Juli wartet mit Höhepunkten auf!

Am 5./6. Juli beginnt das ökumenische Pfarr- und Gemeindefest der Paul-Gerhardt-Gemeinde mit der Martinus-Gemeinde am Schloss. Darauf freuen wir uns um so mehr, als wir vor zwei Jahren wegen des Bombenterrors in Amerika das Fest kurzfristig abgesagt hatten.

Am 13. Juli feiert die Heinrichs-Gemeinde ihr Patrozinium mit dem festlichen Gottesdienst und einem Frühschoppen - dieses Mal nicht ganz so umfangreich wie üblich.

Denn am 19./20. Juli geht es in Horbach ganz groß weiter beim Dorffest aller Vereine und Gruppen.


Feiern Sie mit uns!
Wir laden ein und freuen uns auf viele Begegnungen. Der Sommer lockt zum Fest.

Ihr Pastor
Josef Voß

Geborgenheit

Aus einem großen Granitblock entstanden ein lächelndes Gesicht und daneben eine zur Schale geformte Hand.
Unvermittelt und fremd erscheinen sie auf diesem Platz.

Hier, im ehemaligen Hallenviertel von Paris vor der Kirche St. Eustache, spielt sich werktags von frühmorgens bis spätabends das pralle Leben ab. Zigtausende Menschen eilen hier vorüber zur Arbeit, kaufen ein, erledigen ihre Besorgungen, steigen in die Métro, gehen zum Rendez-vous, stärken sich in einem Bistrot, schlendern, lauern oder - wie die Kinder: spielen.

Ein lächelndes Gesicht und eine bergende Hand laden zu Ruhe und Gelassenheit ein. Sie erinnern in der Betriebsamkeit unseres Alltags an diese Botschaft: Unser Leben ist mehr als hetzen und jagen, kramen und machen, Geld verdienen und Image polieren. Unser Leben braucht deswegen Oasen, an denen seine Quellen wieder erfahren werden; Ruhezonen, in denen es zu sich selbst kommt und nicht ständig an seiner Bestimmung vorbeiläuft.

Schön, dass ein lächelndes Gesicht und eine bergende Hand genau vor der Kirche ansagen, dass Gott diese Oase für uns sein will. Gerade Ferienzeiten sind beste Gelegenheiten, sich darauf von neuem einzulassen. Dafür braucht man nicht in die Berge oder ans Meer, auch nicht nach Paris zu reisen.
Gott schenkt sein Lächeln und seine Geborgenheit ebenso in Horbach und Richterich.

Ihr Pastor
Josef Voß

Leitgedanke Oktober 2003

Den Kopf frei bekommen für Neues.
Alte Gedanken durcheinander bringen lassen.
Vergangene Erfahrungen und verfestigte Meinungen frei geben. Gespannt sein, nach vorne gerichtet.
In der Zukunft Gutes vermuten.
Gelassen, heiter den kommenden Tagen ins Gesicht sehen.

Wer dem Wort Gottes vertraut, der kann zu dieser Lebenshaltung finden.

Wie klein und verschlossen wäre die Welt, müsste sie nur mit Menschenworten auskommen.
Wir reden viel und sagen oft wenig.

Das Wort Gottes hat andere Qualität.
Es trägt eine verändernde Kraft.
Es befreit aus eingefahrenen Denkweisen.
Es ermutigt zum Wagnis.

Aus der Weltmission wissen wir:
Überall leben Menschen aus Gottes Wort.
Vielfach haben sie Neues bewirkt - angestiftet durch die Botschaft Gottes.
Sie haben Menschenrechte durchgesetzt,
neue Gemeinschaft gefunden und Solidarität mit Vernachlässigten geübt,
Leben ermöglicht und Chancen erwirkt.

Die Weltmission bezeugt, wie gut es ist, dem Wort Gottes zu vertrauen.

Josef Voß

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Da spielt sich das Leben ab in all seinen Bezügen:
zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Jeder muss wünschen dürfen. Für jeden müssen sich auch immer wieder Wünsche erfüllen. Das Leben wäre sonst nur schwer auszuhalten.

Wünsche für unsere Gemeinden:
Noch mehr Vitalität und Freude am Glauben; größere Offenheit für neue, interessierte Menschen; mehr Spielraum an finanziellen Möglichkeiten, für andere Akzente in der Seelsorge; weitere verantwortungsbewusste Jugendliche, Frauen und Männer, die sich engagieren.

Die Erfüllung der Wünsche lässt sich weder verordnen noch produzieren, manchmal können wir jedoch Rahmenbedingungen schaffen, die eine Erfüllung nahe legen.

Es ist deswegen so erfreulich, dass sich 14 Frauen und Männer - sechs in St. Heinrich und acht in St. Martinus - als Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zum Kirchenvorstand am 15./16. November bereit erklärt haben. Ihnen erscheint dieses Engagement wichtig und lohnenswert.

Wir werden mit den neu gewählten und bleibenden Kirchenvorstehern überlegen, wie wir möglichst viel an Wünschen im Rahmen einer enger werdenden materiellen und personellen Wirklichkeit umsetzen können.

Den Ausscheidenden Kirchenvorstehern danken wir für ihren Einsatz zum Wohl unserer Gemeinden. Sie haben den Boden der Wirklichkeit gut vorbereitet.

Josef  Voß

Ein Stern fällt

Durch die Nacht fällt ein Stern auf die Welt. Seine Lichtspur streut sich aus. Das Sternenlicht wird zum Weg.

Ein Weihnachtsbild.
Durch die Dunkelheiten unseres Lebens bricht Gott eine Bahn. An Weihnachten wird sein Licht geboren.
Es senkt sich auf unser Leben herab. Wo es uns berührt, zeigt es Wege auf. Seid Jesus an Weihnachten Mensch geworden ist, finden wir neue, lichte Wege zu leben , zu glauben, zu lieben. Später wird Jesus sagen:
Ich bin das Licht ich bin der Weg.

Mit dem Stern, der fällt, fängt es an. Das Weihnachtsbild ist die Krippe für unser erhelltes Leben.

Josef Voß