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Impulse für solidarisches Leben

Impulse

Einzelne Mitglieder des Eine-Welt-Kreises unserer Gemeinschaft der Gemeinden (GDG) konnten eine wichtige, seltene Gelegenheit des Austauschs mit einem Gast aus Übersee nutzen. Frau Nidia Arrobo Rodas, ehemalige Leiterin der „Fundación Pueblo Indio del Ecuador”, der Stiftung indigener Völker Ecuadors, weilte anlässlich ihrer Einladung zum Katholikentag noch einige Tage danach in Aachen. So fand am 22. Mai im Pfarrheim St. Martinus eine intensive Begegnung statt.

Sie diente dem Austausch über die Arbeit der Fundación, die das Werk des Indianerbischofs Leonidas Proaño (1910-1988) fortsetzt, und über das Engagement der Eine-Welt-Kreise. Das Foto zeigt Bischof Leonidas Proaño bei einer Eucharistiefeier.

Die Begegnung war ein wichtiger Impuls für die weitere Arbeit der Gemeinden. Dem Frieden nachjagen, hungern und dürsten nach Gerechtigkeit und der tägliche Einsatz für unsere Schöpfung, das geht alle an: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Hauptamtliche, Ehrenamtliche, einfach alle Christinnen und Christen gleichermaßen, sowie deren Mitarbeit in Arbeitskreisen und Gremien.

In den Gemeinden hat die Eine-Welt-Arbeit eine lange Tradition, und auch deshalb war es wichtig, sich hinterfragen zu lassen und Perspektiven für die Zukunft zu überlegen. Zu groß ist die Distanz, Kluft und sind die Missverständnisse zwischen uns und den Menschen in den anderen Erdteilen.

Es ist daher notwendig, sich gerade nicht abzugrenzen, Zäune zu errichten, sondern sich in die Verantwortung nehmen zu lassen für den Aufbau des Reiches Gottes. Seine Kennzeichen entsprechen ganz und gar nicht dem Trend der Zeit: es sind Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität, Geschwisterlichkeit mit der ganzen Schöpfung.

So wurde als Resümee deutlich, welche Chancen der Einsatz aller bedeutet, nämlich auf Augenhöhe, mit Respekt und politischem Auftrag beizutragen für ein gutes, menschlicheres Leben Aller, hier genauso wie in den Ländern des Südens. In diesem Sinne unterstützt die „Stiftung indigener Völker Ecuadors” immer noch sehr stark benachteiligte Angehörige dieser Völker, z.B. der Quichua und der Shuar, in vielfältiger Form: Sie finanziert Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Schulabschlüsse, vergibt Stipendien an Studierende in Form von zinslosen Krediten, richtet Ausflüge für SeniorInnen, die ja keine Rente erhalten, aus und fördert die Wiederherstellung von heiligen Orten an besonderen Wasserquellen und Bäumen.

Am Ende der Begegnung hat Nidia Arrobo Rodas dazu eingeladen, an einer internationalen Tagung im Gedenken an Mons. Leonidas Proaño im kommenden August in Quito teilzunehmen. Außerdem können Freiwillige jeden Alters aus unseren Gemeinden sehr gerne in der Stiftung in Ecuador mitarbeiten.

Für den Eine-Welt-Kreis St. Heinrich, St. Laurentius und St. Martinus
Hermann Dolzer