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„Viva, viva la musica”

und ein Hoch auf die Bewohner des Seniorenhauses St. Laurentius!

Immer wieder freitags wird um 15:30 Uhr eine Stunde gesungen. Das Interesse im Seniorenhaus ist groß, wer hier einen Logenplatz ergattern möchte, ist rechtzeitig zur Stelle.

Da es für die Sangesfreudigen eine besondere Stunde ist, herrscht gehobene Festtagsstimmung. Dafür wird auch mal die feinseidene Bluse getragen und der Schmuck darf nicht fehlen. Man spürt förmlich die freudige Erwartungshaltung.

Zu Beginn der Stunde lassen wir die Schultern kreisen, die Arme nach oben strecken, manchmal mit Unterstützung des Liedes:” Laurentia, liebe Laurentia mein”; und siehe da, die Arme gehen umso höher! Nachdem wir das Zwerchfell gedehnt und kräftig in die Flanken geatmet haben, darf „Hacke – Spitze – Hacke – Spitze - Kreisen” nicht fehlen, Übungen, die den ganzen Körper einbeziehen. Wenn etwa Walzerklänge ertönen, sollten die Füße schon den Takt mitmachen können.

Schließlich werden die Liederbücher verteilt, ein letztes Mal die Lippen benetzt und tief durchgeatmet: Freudig erregte Stimmen füllen den Saal mit schönem, lautem Gesang.

Diejenigen, deren Sehvermögen etwas eingeschränkt ist, singen alles auswendig, ebenso wohlklingend wie nahezu perfekt.

Zum Verschnaufen werden von uns Kurzgeschichten oder Gedichte von Ringelnatz, Heinz Erhardt und vielen anderen vorgetragen.

Wie kam es, dass acht Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores St. Laurentius diese Eindrücke erfahren und damit die Vorzüge einer ehrenamtlichen Tätigkeit genießen konnten? Renate Schwieger, für den sozialen Bereich im Seniorenhaus zuständig, suchte im Rahmen einer Chorprobe Chorsänger, die Freude haben, den Singkreis durchzuführen. So sind es jetzt wöchentlich jeweils zwei aus unseren Reihen, die die Stunden leiten. Es macht uns ebenso viel Spaß wie den einsatzfreudigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Gemeinsame Stunden, die ein Geben und Nehmen bedeuten. Wir freuen uns immer wieder auf unseren „Chor” und in gleichem Maße werden wir willkommen geheißen.

Beate Lohse, Mariele Pontzen