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Ab 13./14. Februar 2021 werden wieder Präsenzgottesdienste gehalten.
Der Besuch eines Gottesdienstes am Samstag/Sonntag setzt eine vorherige Anmeldung voraus!
Weitere Informationen

Schildkröten

Impuls vom 27.2.2021

Bronze-Schilkröte

Anfang Februar 2021 lockt mich sonniges Winterwetter auf den Fahrradweg entlang der Wurm. Auf einigen Kilometern bildet der Fluss die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden. In Rimburg überspannt seit mehr als 2000 Jahren eine Brücke den Fluss. Bei der Fahrt über die Brücke begegne ich zwei Schildkröten.

Ich steige ab und befasse mich mit den beiden Tieren. An jedem Ende der Brücke steht eine - oder geht sie? Natürlich geht sie, soweit eine Skulptur aus Bronze gehen kann. Ich mache mich kundig. Tafeln auf Deutsch und Niederländisch erklären, dass die Tiere ein Symbol sind für das beständige Aufeinander-zu-gehen. Das ist natürlich treffend für einen Ort, an dem Menschen von zwei Ufern eines Flusses aus, aus zwei Richtungen, aus zwei Ländern aufeinander zu gehen.

Vielleicht drücken die Tiere aber auch mehr aus. Die Schildkröte steht für mich für Ruhe, Geduld und Weisheit. Sie macht einen friedlichen Eindruck. Sie zieht sich zurück in das Innere ihres Panzers, vielleicht auch ein Bild für den Rückzug in eine geistliche Innerlichkeit. Wie dem auch sei, die beiden Schildkröten auf der Brücke von Rimburg gehen beständig aufeinander zu. Sie haben dabei ihr gegenüber im Blick - freundlich und aufmerksam.

Bevor ich die Brücke schließlich ganz überquere, gehe ich mehrfach zwischen den beiden hin und her. Ich nehme ihre Perspektive einige Zentimeter über dem Boden ein. Der Blick ist schon ein anderer als aus meiner 1,80 m Menschenperspektive. Die beiden haben weniger Überblick, dafür aber mehr Bodenhaftung. Außerdem scheinen sie alle Zeit der Welt zu haben.

Ich nehme ich mir erstaunlich viel Zeit für die beiden Schildkröten und überlege, was die beiden anders machen als ich. Machen sie etwas besser oder haben sie es einfach besser hier auf der Brücke? Die beiden Tiere sagen nichts, geben mir keine einfache Antwort. Ich mache ein Foto, setze mich wieder aufs Rad und lasse die beiden noch eine Weile in meinen Gedanken mitfahren.

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Fragen + Antworten

Kind im Karnevalskostüm

Was? Wann? Wie? Wo? Mit wem?
Jede Menge Fragen.
Unsicherheit heißt der Weg in diesen Tagen.
Das muss man aushalten.
Das ist verteufelt schwer.

Etwas gegen die Fragen stellen.
Das wäre gut.
Geduld aufbringen,
solange es eben geht.
Sicherheit vermitteln,
nicht nur zum Schein.
Liebenswürdigkeit verschenken.
Gefühle zulassen,
wohl nicht auf Kosten anderer.
Ordnungen einhalten,
der Verlässlichkeit wegen.
Gleichmut versuchen
gegen den Verdruss.
Nerven beruhigen
durch kleine Aufmerksamkeiten.
Schokolade teilen
und gemeinsam essen.
Schönheit aufstöbern
und sich daran freuen.
Karnevalslieder singen, in der Familie.
Sich verkleiden, des Spasses wegen.
Auf die Liebe anstoßen,
nicht nur am Valentinstag.
Mensch sein lassen
und Mitmensch sein.
Barmherzigkeit über alles stellen.
Das sind Antworten.
Sie sind göttlich gut.

Für die Gemeindeleitung:Josef Voß

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Präsenzgottesdienste ab 13./14. Februar 2021

Die Gemeindeleitung, die Kirchenvorstände und Pfarreiräte der Gemeinden St. Heinrich, St. Laurentius und St. Martinus haben folgende Regelungen für den weiteren Umgang mit Präsenzgottesdiensten vereinbart:

  • Der Besuch eines Gottesdienstes am Samstag/Sonntag setzt eine vorherige Anmeldung voraus. Die Anmeldung geschieht demnächst über das jeweilige Pfarrbüro bis freitags um 11:00 Uhr entweder per Telefon oder per Mail mit allen erforderlichen Personalien: Name, Adresse, Telefon, Datum + Zeit des Gottesdienstes.

  • Die Kirchenvorstände regeln die Sitzplatzkontrolle in den Kirchen.

  • Beerdigungen, Taufen und Trauungen finden unter Beachtung der aktuellen Maßgaben wieder statt. Für Taufen gilt vorübergehend, dass nur eine Familie zur Tauffeier zugelassen wird.

  • Immer gelten für alle Gottesdienste die AHA-Regeln. Dazu gehört auch die Vorschrift, dass nur medizinische Masken zugelassen sind.

  • Start der neuen Festlegung:
    Diese neue Regelung setzt ein mit den Werktagsgottesdiensten in der 6. KW, d.h. ab 10. Februar 2021, und gilt bis auf Widerruf. Das erste Wochenende mit Präsenzgottesdiensten ist demnach das Karnevalswochenende 13./14. Februar 2021.

  • Öffnungszeit in allen Kirchen:
    An folgenden Sonntagen sind die Kirchen von 15:00 – 16:00 Uhr zum stillen Gebet geöffnet: 31.1. und 6.2.2021.

  • Impulse:
    An jedem Tag finden Sie weiterhin einen neuen Impuls auf den Webseiten der GdG.

  • Podcast:
    An jedem Sonntag und auch am Aschermittwoch teilen wir Elemente der Liturgie als Podcast mit Ihnen über die Webseiten bzw. schicken Ihnen diesen per Mail auf Anfrage zu.

Wenn wir Sie unterstützen können, Sie ein Gespräch wünschen oder einfach den Kontakt suchen, dann melden Sie sich bitte beim Seelsorgeteam oder den Mitliedern unserer Gremien. Wir sind für Sie da.

Wir weisen weiterhin in den Schaukästen und auf den Webseiten auf die aktuellen Änderungen zeitnah hin.

Eine starke Zäsur nach langer Zeit: Abschied

Pfarrer Josef Voß

Vor 25 Jahren bin ich zum Pfarrer in St. Martinus ernannt worden, vor 23 Jahren zum Pfarrer in St. Heinrich, vor 10 Jahren zum Pfarradministrator - und anschließend Pfarrer - in St. Laurentius. Jetzt habe ich nach vielen Erwägungen und Gesprächen den Bischof von Aachen gebeten, mich von diesen Ämtern zu entbinden. Der Bischof hat diese Bitte um Entpflichtung zum 1. September 2021 angenommen.

Der Grund für meine Bitte um Entpflichtung liegt auf der Hand: Die Kraft reicht nicht mehr aus.

Pastor sein ist so vielschichtig: Verkündigung des Glaubens, Begleitung von Menschen – vor allem in Krisen- und Leidsituationen, Spendung der Sakramente, offen sein für konkrete Anfragen und Bedürfnisse, Nachgehen von Enttäuschten, Befriedung von Konflikten, Zusammenhalten der Verschiedenen - Pfarreien, Gruppen, Einzelnen; Feiern von Festen, Wertschätzung der Engagierten, Koordinieren von Aufgabengebieten und Interessen, Mitleiden mit den Geprüften, Mitnehmen der Langsamen und Bremsen der Schnellen, Verständnis für die Konservativen und die Progressiven, Brückenbauen, Mut machen, Solidarität bezeugen, repräsentieren, Optimismus ausstrahlen, Überzeugung verbreiten… – und bei all dem sich selbst nicht verlieren. Und dann noch der unendliche Wust an Gremienarbeit, Sitzungen, Protokolle lesen, Kontakte pflegen in die GdG, in die Region, zum Bistum, zu den gesellschaftlichen Gruppen in den Stadtteilen…

Gerne hätte ich meine Entscheidung erst im Alter von 70 Jahren wahr gemacht. Aber das wird nicht gehen. Die Zeit für die starke Zäsur der Veränderung ist jetzt.

Im Leben der Pfarreien wird sich einiges ändern, ohne dass wir heute darüber Genaues sagen können. Fragen stehen im Raum: Wird ein neuer Pfarrer kommen? Wäre er bereit, das Gemeindeleitungsmodell, das wir seit 2012 praktizieren, fortzuführen? Oder gibt es alternative Modelle ohne Pfarrer – für eine kurze oder längere Zeit? Welche Rolle spielt dabei der in 2021 zu Ende gehende Bistumsprozess?

In meinem Leben wird sich ebenfalls einiges ändern. Auch für mich stehen viele Fragen im Raum: Wie wird es weitergehen? Wo kann ich meine Hilfe anbieten und seelsorgerisch tätig sein? Wie sieht mein letzter Lebensabschnitt aus? Im Moment gibt es auch hier noch keine Klarheit.

Ich bin hin- und hergerissen zwischen der Erleichterung darüber, dass ein Ende der Überforderung in Sicht ist, und der Wehmut darüber, dass ich zum September unsere Gemeinden werde verlassen müssen. Aber es gibt keine Alternative zu der gefällten Entscheidung.

Ich habe die Gemeindeleitung über meine Entscheidung und die Zustimmung des Bischofs informiert, ebenfalls die drei Kirchenvorstände. Ich hätte es gerne genauso in den Gottesdiensten Mitte Januar persönlich für die Anwesenden getan. Aber die Einschränkungen wegen der Pandemie haben es mir verwehrt. Deshalb soll diese Nachricht im DreiKlang und im Internet nun alle übrigen erreichen.

Ich bitte sehr um Verständnis für meinen Schritt, der mir schwer fällt, aber auch richtig erscheint. Ich setze auf möglichst viel Normalität für die Zeit, die uns noch miteinander bleibt.

So schaue ich mit Weh-Mut in die Zukunft und grüße alle sehr herzlich!

Josef Voß

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